Leitbild

Der Schulverbund Markdorf hat sich zum Ziel gesetzt, alle Schülerinnen und Schüler gemäß ihrer Begabungen und Möglichkeiten optimal zu fördern. Das ist uns dabei besonders wichtig:

  • Schule ist nicht nur ein Ort des Lernens, sondern auch ein Ort des sozialen Miteinanders.
  • Jedes uns anvertraute Kind bekommt die bestmögliche Unterstützung bei der Entfaltung seiner Fähigkeiten und Kompetenzen.
  • Unsere Schüler verlassen unsere Schule nach ihrem Abschluss als verantwortungsbewusste, selbstständige junge Menschen.

So arbeiten wir:

  • Gemeinsame Unterrichtsphasen, in denen Neues erlernt wird.
  • Individuelle Arbeitsphasen, in denen sich zwei Lehrkräfte um die speziellen Bedürfnisse einzelner SchülerInnen kümmern.
  • Förderkonzepte für Schüler mit Schwächen in bestimmten Bereichen
  • Angebote für besonders leistungsstarke Schüler
  • Sinnvoller Einsatz von digitalen Medien
  • umfangreiche Berufswegeplanung oder Vorbereitung auf weiterführende Schulen
  • offenes Ganztagesangebot
  • lebendiges Schulleben durch zahlreiche Projekte wie das Patenprogramm, unsere AG´s, die unterrichtsbegleitenden Aktivitäten und sonstige Veranstaltungen

Jedes Mitglied unserer Schulgemeinschaft, egal ob Schüler, Lehrer, Sekretärin oder Schulleitung, soll die Schule als Ort des Wohlfühlens erleben. Wir verstehen uns als Gemeinschaft und gehen höflich und respektvoll miteinander um.

Schulverbund

Der Schulverbund Markdorf besteht aus den Schularten Realschule, Werkrealschule und den internationalen Vorbereitungsklassen. Die einzelnen Klassen werden weitgehend getrennt voneinander unterrichtet, vor allem im Bereich des Ganztags kommen aber Schüler aller Schularten zusammen. In der Grafik links sind verschiedene Wege und Abschlussmöglichkeiten aufgezeigt.

Die Realschule ist die Schulart, welche theoretische Inhalte mit der Praxis verbindet. Real = "auf die Wirklichkeit bezogen". Im Schulgesetz ( §7 SchG Baden-Württemberg ) heißt es zu den Aufgaben der Realschule: "Die Realschule vermittelt vorrangig eine erweiterte allgemeine, aber auch eine grundlegende Bildung (...)". Besonders wichtig ist dabei, die Schülerinnen und Schüler bei der Persönlichkeitsentwicklung zu unterstützen und sie auf den Besuch einer weiterführenden Schule oder auf eine Berufsausbildung vorzubereiten.
An der Realschule im Schulverbund Markdorf gibt es je nach individuellem Interesse und Begabung verschiedene Wahlmöglichkeiten, wie die Übersicht links zeigt.

Die Werkrealschule ist sehr praxisorientiert und vermittelt vorrangig eine grundlegende Bildung. Sie fördert sehr individuell und bereitet insbesondere auf eine Berufsausbildung vor. Am Schulverbund Markdorf werden in der Werkrealschule keine Eingangsklassen mehr gebildet. Die bestehenden Werkrealschulklassen werden jedoch bis zu ihrem erfolgreichen Abschluss weitergeführt.

In mehreren jahrgangsübergreifenden Vorbereitungsklassen unterrichten wir Kinder von Zuwanderern, die ohne oder mit nur geringen Deutschkenntnissen zu uns kommen. In der Vorbereitungsklasse 1 werden die Anfänger unterrichtet. Deutsch als Zweitsprache bildet den Schwerpunkt des Unterrichts. Je nach Lernfortschritt des einzelnen Kindes findet der Wechsel in die Vorbereitungsklasse 2 zu den Fortgeschrittenen statt. Begleitender Englischunterricht schafft die Grundlage für den Fremdsprachenunterricht.
Nach ein bis zwei Jahren, je nach Alter und Leistungsstand, wechseln die Schüler/innen dann in die Regelklassen. Begleitende Förderkurse und zusätzlicher Englischunterricht nach dem Wechsel in die Regelklasse sind eine wertvolle Hilfe für diese Schüler/innen, möglichst rasch den Anschluss an den Leistungsstand in der Klasse zu finden. Die Praxis unserer Arbeit zeigt, dass diese Schüler/innen einen Hauptschulabschluss und oft auch einen mittleren Bildungsabschluss erreichen.

Bilingualer Zug

Als Unterrichtssprache wird zunächst in den Fächern Biologie; Natur und Technik, sowie Bildende Kunst neben Deutsch auch Englisch verwendet. Das gibt den Schülerinnen und Schülern die Chance, die englische Sprache zwanglos und natürlich einzuüben. Dabei steht keinesfalls die grammatikalisch korrekte Verwendung im Vordergrund, sondern die sinnvolle und freie Anwendung der Fremdsprache in ganz normalen Situationen des Schullebens.
Der bilinguale Zug bildet eine eigene Klasse, deren Mitglieder sich bereiterklärt haben, für ein erfolgreiches zweisprachiges Lernen pro Schuljahr eine bis zwei Wochenstunden mehr zu investieren, als sie das in der Regelklasse hätten tun müssen. Wir nutzen diese gewonnene Lernzeit, dazu, in den ausgewählten Sachfächern besonders kleinschrittig und  praxisbezogen zu arbeiten und viele Redeanlässe zu schaffen.
Die Bereitschaft der Schülerinnen und Schüler zu freiwilligem Extra-Engagement wird belohnt: Studien haben ergeben, dass bilinguale Lerner sehr schnell die Scheu verlieren Englisch zu sprechen, da sie die Sprache schon bald nicht mehr als "fremd" wahrnehmen. Im Vergleich zu Schülern in Regelklassen verfügen sie bis zum Realschulabschluss über signifikant höhere Hör-, Lese-, Schreib- und Sprachkompetenz. Ein einheitliches Testat nach der 8. Klasse und ein Zertifikat nach der 10. Klasse belegen diese Zusatzqualifikation und erhöhen die Chancen der bilingual unterrichteten Absolventen auf dem Arbeitsmarkt.

Digitales Profil

Dank neuester Technologien ist der Medieneinsatz auch in herkömmlichen Klassenzimmern möglich. Durch Anschaffungen von IPads können in allen Fächern neue Medien eingesetzt werden. Die meisten Klassenzimmer haben Beamer und AppleTV. Der weitere Ausbau ist in Planung. Beispiel:In den Klassen werden iPads im Unterricht immer wieder als Werkzeuge zur Produktion digitaler Inhalte benutzt. Dadurch lernen unsere Schüler die modernen digitalen Medien in verschiedenen Situation für unterschiedliche Zwecke produktiv zu nutzen. Der Unterricht bietet unendlich viele Möglichkeiten, um auf derartige Medien zurückzugreifen, und den Umgang mit diesen zu trainieren. Auch kommt der kritische und reflektierte Blick auf die neuen Medien nicht zu kurz.
Der Schulverbund verwendet aktuell 4 iPad Koffer in Klassensatzstärke und zwei kleinere Projektkoffer mit 5 iPads. In unserer zweiten Säule am Bildungszentrum wird dieser Ist-Zustand zukunftsorientiert weiter ausgebaut. Das Ipad dient darüber hinaus als "Tool" beim Recherieren und Präsentieren von Lerninhalten. Nicht nur in der Hand des Lehrers.
Alle Schülerinnen und Schüler des Schulverbunds haben 1 Stunde ITG (Informationstechnische Grundbildung) pro Woche. Somit können die Forderungen des neuen Bildungsplans umgesetzt werden. Diese Stunde findet in einem der Computerräume statt. In diesem expliziten Fach ist ein Stoffverteilungsplan verbindlich und die eingesetzten Lehrkräfte haben besondere Kenntnisse in diesem Fach. Die Computerräume sollen neben den Tablets weiterhin rege genutzt werden. Verbindliche Regeln für die Nutzung dieser Räume werden von der Arbeitsgruppe ausgearbeitet.

IDA - Individuelles Arbeiten

In den IDA-Stunden können Schülerinnen und Schüler Aufgaben aus den 3 Kernfächern in ihrem eigenen Tempo lösen. Diese Stunden sind immer von 2 Lehrkräften doppelt besetzt, um die Schüler optimal zu unterstützen. Die Aufgabenstellungen sind individuell, koopertativ und auf unterschiedlichen Niveaustufen. Das Erreichen der Lernziele/Lernschritte wird in Tabellen im Klassenzimmer oder digital auf einer Lernplattform festgehalten.

Erasmus+ am Schulverbund Markdorf

Unsere Lehrkräfte könnenan einer 1 wöchigen Unterrichtsmitschau, einem Teamteaching oder an einem Sprachkurs  im Ausland teilnehmen. Ziel ist es unsere Lehrkräfte sowohl im sprachlichen- als auch im pädagogischen Bereich weiterzubilden. Neue Schul-und Unterrichtskonzepte kennenzulernen und diese in unseren Schulalltag zu integrieren. Langfristiges Ziel soll ein SchülerInnenaustausch mit Partnerschulen im Ausland sein.

Erasmus in Finnland November 2017

"An den drei finnischen Schulen hat uns vor allem die vorherrschende Digitalisierung beeindruckt - egal, ob das Tagebuch oder die Lernmittel der Schüler, alles kann am Laptop oder Ipad bearbeitet werden. Zu einem positiven Schulklima tragen auch die kleinen Klassen und die zahlreichen Fördermaßnahmen sowie das zusätzliche Personal (päd. Assistenten,...) bei. Für die Zukunft können wir uns gut vorstellen, einen weiteren Schritt in die Richtung des finnischen Schulsystems zu machen."
Marlene Maier und Jacqueline Schaber